Wer sammelt für die Kriegsgräber?

In der Zeit vom 31. Oktober 2018 bis 19. November 2018 findet wieder die jährliche Haus- und Straßensammlung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge statt.

 

Bürgermeister Ingo Eßer als Vorsitzender des Kreuzauer Ortsverbandes im Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge sucht aus diesem Anlass noch einige Sammlerinnen und Sammler. Interessenten werden gebeten, sich bei der Gemeindeverwaltung Kreuzau mit Herrn Steg oder Frau Porschen in Verbindung zu setzen.

 

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. wurde nach dem Ersten Weltkrieg 1919 von einer kleinen Gruppe durch Kriegserlebnisse bewegter Menschen gegründet. Es war in einer Zeit, in der vor allem die allgemeine materielle Not und politische Unsicherheit den Gedanken, man könne für die zwei Millionen Kriegsgräber im Ausland sorgen, unrealistisch erscheinen ließ.

 

Andererseits legte der Versailler Vertrag die Erhaltung aller Kriegsgräber für die am Krieg beteiligten Nationen verbindlich fest. Der sich erst neu konstituierende deutsche Staat konnte aber weder die finanziellen Mittel noch eine ideelle Konzeption vorlegen. So entstand aus der Überlegung der Gründer des Volksbundes eine private, von allen Schichten des Volkes getragene Organisation.

 

Der Zweite Weltkrieg schien zunächst auch den Volksbund in den Strudel des Untergangs zu ziehen. Nach 1945 sah er sich jedoch inmitten der Trümmer des Zusammenbruchs vor neuen Aufgaben. Im Auftrag des deutschen Staates erfasst er die Gräber der deutschen Kriegstoten im Ausland, erhält und pflegt sie. Der Volksbund betreut Angehörige in Fragen der Kriegsgräberfürsorge, unterstützt die internationale Zusammenarbeit auf diesem Gebiet und fördert die Begegnung junger Menschen an den Ruhestätten der Toten.

 

Heute hat der Verein 1,3 Millionen Mitglieder und Spender. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr stattfindet, finanziert der Volksbund seine Arbeit. Die Bundesregierung hilft dort, wo die Mittel des Volksbundes nicht mehr ausreichen.

 

Der Volksbund erfüllt seine Aufgabe in Europa und Nordafrika.

 

In seiner Obhut befinden sich aktuell 827 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten mit etwa 2,3 Millionen Kriegstoten. Fast 13.000 ehrenamtliche und 560 hauptamtliche Mitarbeiter/innen erfüllen heute die vielfältigen Aufgaben des Vereins.

 

Dank der Unterstützung von Mitgliedern, Spendern, Sammlern und Sammlerinnen wurden in den letzten Jahren über 190 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 170 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südeuropa wieder hergerichtet bzw. neu angelegt.

 

Zehntausende von Mitbürgerinnen und Mitbürgern aller Altersgruppen im ganzen Bundesgebiet helfen alljährlich dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge bei der Haus- und Straßensammlung. Es würde uns freuen, wenn auch Sie dazu gehören. Herzlichen Dank für Ihre Hilfe!

 

Die Erinnerung und das Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt von damals und heute sollten wach gehalten werden, damit nicht vergessen wird, wie kostbar der Frieden ist.

 

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