Weiterhin gute Konjunkturaussichten bei der Kreuzauer

„Taschengeldbörse“

Beate Tirtey und Gerry Schmitz, beide Kreuzauer Bürgerinnen im Seniorenalter, sind begeistert von der Taschengeldbörse. „Wo so viel Negatives über die Jugend gesprochen wird, ist es nett und umso wichtiger, dass es so etwas wie die Taschengeldbörse gibt“.

 

Die Seniorinnen sind zusammen mit ihren „fleißigen Helfern“ Tamara Dohmen und Fynn Bander zu einem Pressegespräch ins Rathaus der Gemeinde Kreuzau eingeladen worden.

Beide Jugendliche helfen bereits seit einigen Monaten im Rahmen der Taschengeldbörse ihren Patinnen bei kleineren Tätigkeiten im Garten, Haushalt oder am Computer.

„Unsere Mütter haben uns auf die im Amtsblatt dargestellten Möglichkeiten hingewiesen“ sagten beide Teenager übereinstimmend und fügten erfreut hinzu, dass sich zwischen ihnen und ihren Patinnen inzwischen enge Kontakte und Freundschaften entwickelt haben.

 

Seit Juni 2016 betreibt die Gemeinde Kreuzau die sogenannte „Taschengeldbörse“ in Kooperation mit dem Kreis Düren.

Sie versteht sich dabei als Vermittlerin zwischen Jugendlichen von 14 bis 20 Jahren, die gerne ihr Taschengeld aufbessern möchten, und Senioren/innen über 60 Jahre als Privatpersonen sowie mobilitätseingeschränkten Personen jeglichen Alters, die sich gelegentlich Hilfe bei kleinen und einfachen Arbeiten wünschen.

Diese Tätigkeiten können u.a. sein:

- Rasen mähen
- Gartenarbeiten
- Einkaufen
- Hilfe im Haushalt
- Hund ausführen
- Grabpflege
- Computer, Handy & Co.
- Fernsehgeräte etc. programmieren, usw. usw.

Explizit ausgeschlossen hingegen sind originär pflegerische Tätigkeiten sowie alltägliche Haushaltsarbeiten, die zum Aufgabenspektrum von professionellen Dienstleistern oder Pflegepersonal gehören. Durch die Vermittlung einfacher Hilfeleistungen tragen Taschengeldbörsen -wenn auch in einem geringen Maße- dazu bei, dass hilfebedürftige Menschen selbstbestimmt in ihrer vertrauten Umgebung verbleiben können.

In der Gemeinde Kreuzau wird die Taschengeldbörse von dem Generationenbeauftragten Günter Schmitz für den Seniorenbereich und von der Diplom-Sozialpädagogin Lisa Palm für den Jugendbereich begleitet.

Beide konnten bis heute bereits über 20 Jugendliche an Senioren/innen vermitteln; bei stetig wachsendem Interesse.

Das Feedback aus dem Kreise der Jugendlichen und der Senioren fiel dabei immer sehr positiv aus.

Nach der Anmeldung und Registrierung über den Kreis Düren lernen Günter Schmitz und Lisa Palm sowohl die Jugendlichen als auch die Seniorinnen und Senioren persönlich kennen, erläutern ihnen die Rahmenbedingungen und klären die Unterstützungsinteressen und den –bedarf.

Diese ausführlichen Begegnungen zu Beginn sind wichtiger Teil der Beziehungsarbeit und schaffen eine vertrauensvolle Basis für alle zukünftigen Kontakte und Vermittlungen.

Danach erfolgt das sogenannte "Matching", die Arbeitsvermittlung von Jugendlichen für Senioren.

Die Taschengeldbörse dient dabei lediglich als Koordinationsstelle, sie übernimmt keine Haftung für die tatsächliche Verrichtung der Arbeit und deren Qualität. Die rechtliche Beziehung besteht ausschließlich zwischen Jobanbieter und Jobber. Diese sind auch alleine für die Abwicklung der Bezahlung verantwortlich.

Das empfohlene Taschengeld beträgt mindestens 5,00 Euro pro Stunde. Die tägliche Arbeitszeit soll dabei zwei Stunden, die wöchentliche 10 Stunden nicht überschreiten.

Derzeit wird die Taschengeldbörse in folgenden Kommunen durchgeführt: Aldenhoven, Heimbach, Kreuzau, Merzenich und Vettweiß.

Für die Zukunft würde Günter Schmitz sich wünschen, dass weitere Städte und Kommunen im Kreis Düren dieses tolle Projekt parallel mit anbieten, denn entsprechende Anfragen von Jugendlichen und Hilfebedürftigen aus den Nachbarkommunen gehen bei ihm regelmäßig ein.

„Die meisten älteren Menschen möchten gerne so lange wie möglich zuhause wohnen bleiben. Aber manchmal sind es die kleinen Dinge, die den Alltag beschwerlich machen“.

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Kontaktperson für:
 

Senioren

Günter Schmitz, Bahnhofstraße 7, Tel.: 02422/507-126

E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

montags       von 08.30 – 12.00 Uhr

donnerstags von 14.30 – 17.00 Uhr

 

Jugendliche

Lisa Palm, Bahnhofstraße 7, Mobil: 0176/10181088

E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

montags und mittwochs von 15.00 – 17.00 Uhr