Asylbewerber in Kreuzau


Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

in Kreuzau wie auch in anderen Kommunen ist die Anzahl der Asylbewerber durch vermehrte Entscheidungen der Asylverfahren rückläufig. Die Gemeinde Kreuzau verfolgt weiterhin ein Konzept der dezentralen Unterbringung an verschiedenen Standorten im Gemeindegebiet und vollzieht einen niederschwelligen öffentlichen Diskurs, z.B. durch regelmäßige Information in den Fachausschüssen.

Vor diesem Hintergrund ist in den Unterkünften wieder ein wenig Raum und Platz, um die Zimmer zu renovieren, Möbel auszutauschen und Hilfestellung zu geben bei Reinigung, Nutzung von Heizung, Elektrizität und Wasser sowie in kulturell andersartigen Alltagssituationen.


Sehr viele der Flüchtlinge haben zum Teil traumatische Erlebnisse auf ihrer Flucht zu verarbeiten. Eine Betreuung der Flüchtlinge ausschließlich mit den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Verwaltung ist nicht zu bewältigen. Die Schaffung einer Willkommenskultur und eine rasche Integration dieser Menschen in unsere Gesellschaft können nur mit der Unterstützung ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer gelingen. Offene Kommunikation und eine gute Vernetzung sind hierbei ein sehr wichtiger Faktor.

Viele der Flüchtlinge haben zwischenzeitlich die Entscheidung über ihr Asylverfahren erhalten. Einige Familien oder auch Einzelpersonen haben Mietwohnungen, sowohl innerhalb als auch außerhalb von Kreuzau, gefunden. Auf Grund einer neuen Rechtslage erhalten anerkannte Flüchtlinge eine Wohnsitzauflage, diese Personen müssen zwingend für drei Jahre ihren Wohnsitz in Kreuzau behalten bzw. nehmen, wenn sie auf soziale Leistungen angewiesen sind. Gerade für diesen Personenkreis ist die eigene Anmietung von Wohnungen sinnvoll. Die Wohnungssuche gestaltet sich als sehr schwierig und kann in den meisten Fällen nur mit Hilfe der ehrenamtlichen Helfer gelöst werden.


Aktuelles

Immer mehr Flüchtlinge erhalten über ihre Statusänderung ein Bleiberecht und dürfen/müssen sich eigenen Wohnraum suchen. Auf Grund des knappen Wohnungsmarktes gestaltet sich dies als sehr schwierig, vor allen Dingen wenn die Personen in Kreuzau bleiben müssen. Wohnraum wird deshalb dringend benötigt.

Zuständigkeiten - Wer ist in welchem Bereich zuständig?

Die Mitarbeiter des Sozialamtes stellen die Unterbringung der neu ankommenden Asylbewerber und auch der Personen mit Wohnsitzauflage sicher, d. h. sie sorgen dafür, dass die Flüchtlinge ein Bett zum Schlafen in einem Mehrbettzimmer haben sowie einen abschließbaren Schrank für ihre persönlichen Sachen. Weiterhin bekommen sie eine Grundausstattung an Kochgeschirr, so dass sie in einer Gemeinschaftsküche kochen können.

Familien werden nach Möglichkeit in einer angemessenen Wohnung untergebracht, die mit gebrauchten Spendenmöbeln eingerichtet wird.

Die festgelegten Geldleistungen werden in der Regel monatlich zu festen Terminen durch das Sozialamt ausgezahlt.

Die Häuser/Wohnungen werden regelmäßig von den Mitarbeitern des Sozialamtes und den Hausmeistern aufgesucht, um nach dem Rechten zu sehen und eventuelle Missstände zu beseitigen.

Anerkannte Flüchtlinge werden angehalten, sich eigenen Wohnraum zu suchen, sofern sie in Gemeinschaftsunterkünften leben. Familien, die in von der Gemeinde angemieteten Wohnungen leben, wird angeboten, die Mietverträge zu übernehmen.

Bei Fragen stehen Ihnen Frau Kupferschläger unter 02422/507-110 und Herr Steg unter 02422/507-108 gerne zur Verfügung.


Sozialarbeiterin

Seit dem 01.09.2015 steht eine Sozialarbeiterin für die Flüchtlinge der Gemeinde Kreuzau zur Verfügung. Frau Hoffmann ist jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag Nachmittag in den Unterkünften unterwegs. Sie führt die Erstbesuche durch und bietet Hilfen an im Sinne von Anbindung zu Ärzten und Institutionen. Sie führt Einzelfallberatungen durch, besucht alle Unterkünfte und Mietwohnungen regelmäßig und erfragt Bedarfe. Außerdem stellt sie eine Verbindung her zu der Flüchtlingsinitiative WELCOME. Auch beim Übergang zwischen Asyl und job-com ist sie behilflich.

Anstellungsträger von Frau Hoffmann ist die Evangelische Gemeinde zu Düren, welche auch das Café International (Zentrum für Sozial- und Migrationsberatung) betreibt. Insofern können die Flüchtlinge umfassend in allen Fragen rund um ihr Asylverfahren beraten werden. Frau Hoffmann ist unter der email-Adresse geschützte E-Mail-Adresse als Grafik erreichbar.

 

Es besteht eine enge Anbindung an die Gemeindeverwaltung und an die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingsinitiative WELCOME.


Ehrenamt

Die Flüchtlingsinitiative WELCOME besteht aus ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, welche über regelmäßig stattfindende WELCOME-Treffen ein Kennenlernen von Flüchtlingen und interessierten Ehrenamtlern ermöglichen. Es können bei Kaffee und Tee Kontakte geknüpft, Gespräche geführt, gespielt und Deutsch gelernt werden.

 

Diese ehrenamtliche Initiative wächst immer weiter, so dass auch die Strukturen innerhalb der Gruppe wachsen. So gibt es beispielsweise klar zugeordnete Patenschaften und Zuständigkeiten und auch der Deutsch-Unterricht in den einzelnen Ortsteilen wird ständig erweitert.

 

Es finden gemeinsame Ausflüge statt, aber auch Unterstützung z. B. in Form von mehrsprachigen Helfern, die bei Übersetzungen helfen.

 

Die WELCOME-Treffen finden in der Regel jeden Donnerstag von 16.00 – 18.00 Uhr im evangelischen Gemeindehaus, Heribertstraße 5, statt. Es wird eingeladen zum Treffen und Kennenlernen mit Flüchtlingen, Helfern und interessierten Leuten aus der Umgebung. Die aktuellen Termine finden Sie im Veranstaltungskalender der Gemeinde Kreuzau.


Eine Kontaktaufnahme ist möglich bei 

Cristina Lyon, Tel. 0163-213 53 89 (deutsch, engl.)

Pfarrer Martin Gaevert, Tel. 02421-262 06 89 (deutsch, engl.)

Astrid Hohn, Tel. 0171-698 80 23 (deutsch, francais)

Amir Ghafar, Tel. 0152-180 363 98 (pers., Dari, Pashto, engl.)

Dima Debs, Tel. 0174-100 33 03 (deutsch, arabisch, engl.)

 

oder unter E-Mail: geschützte E-Mail-Adresse als Grafik


Spenden

Folgende Sachspenden werden im Rathaus Kreuzau gerne entgegengenommen:

- Decken

- Handtücher, Bettwäsche

- Besteck

- Töpfe

- Küchenutensilien (Brettchen, Suppenkellen, Nudelsieb, Backutensilien u.ä.)

- Wäscheständer

- Fernseher, Digitalreceiver

- Kleinere Teppiche (Läufer)

- Möbel nur nach Absprache und Bedarf

 

Bitte melden Sie sich bei Frau Kupferschläger unter 02422/507-110 oder per email geschützte E-Mail-Adresse als Grafik


Kleidung wird an folgenden Stellen angenommen:

- Jedermann-Teilhabeladen (Caritas) in Kreuzau, Hauptstraße 98,
  Tel. 02422/90 48 388 (bitte vorher tel. abklären)

- Kleiderkammer des Sozialen Netzwerkes Nideggen e.V. in Nideggen-Rath,
  Rather Str. 137 (Öffnungszeiten montags 09.30 – 13.00 und donnerstags
  14.30 – 18.00 Uhr)

- Schatztruhe Düren e.V., Weierstraße 35, Tel. 02421/69 30 840
  (kann ohne Voranmeldung abgegeben werden)

 

Von dort werden die Kleiderspenden gegen eine sehr kleine Schutzgebühr an die Flüchtlinge weitergegeben.


Hilfen/ Unterstützung/ Wissenswertes


Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel

Die Asylbewerber können ein Monatsticket (Mobilticket) erwerben. Es handelt sich hierbei um einen Jahresvertrag. Mit diesem Mobilticket sind die Asylbewerber (personengebunden) berechtigt, Busse und Rurtalbahn kostenfrei zu nutzen, und zwar innerhalb des Kreises Düren.

Dieses Mobilticket wird jedem Asylbewerber zum Preis von z. Zt. 22 Euro angeboten.

Kinder unter 6 Jahren fahren kostenfrei.

 

 

Kann mein Kind in den Kindergarten gehen oder die Schule besuchen?

Schulpflichtige Kinder werden automatisch dem Schulamt gemeldet und zur Schuluntersuchung eingeladen. Es besteht Schulpflicht.

Kinder im Kindergartenalter können über den Kita-Navigator in den örtlichen Kindergärten angemeldet werden.

 

 

Wo gibt es Sprachkurse?

Bei den regelmäßig donnerstags stattfindenden Treffen der WELCOME-Flüchtlingsinitiative im evangelischen Gemeindehaus wird u.a. deutsch gelernt.

Außerdem finden in vielen Unterkünften Deutschstunden statt, die von Ehrenamtlern durchgeführt werden. Dieses Angebot wird ständig erweitert.

Kosten für „offizielle“ Deutschkurse können während der Dauer des Asylverfahrens nicht übernommen werden.

 

 

Wer hilft bei Krankheit?

Kosten für Arztbesuche werden in akuten Fällen vom Sozialamt übernommen.

Krankenscheine werden durch das Sozialamt ausgestellt, und zwar ein Krankenschein je Quartal. Überweisungen zu Fachärzten müssen durch das Sozialamt noch einmal abgestempelt werden.

Notfallbehandlungen können jederzeit ohne Krankenschein erfolgen.


Wohnraum für (anerkannte) Flüchtlinge gesucht

Die Anzahl der Anerkennungen bei den Asylverfahren der Flüchtlinge steigt derzeit wöchentlich, zum Teil verbunden mit Wohnsitzauflagen (Verpflichtung, drei Jahre im Gemeindegebiet Kreuzau zu bleiben).

 

Es wird deshalb dringend Wohnraum gesucht für Familien, Ehepaare und Einzelpersonen. Ein Mietvertrag wäre unmittelbar mit den ausländischen Flüchtlingen zu schließen.

 

Die Miete kann, solange ein Sozialleistungsbezug erfolgt, über die job-com des Kreises Düren direkt an den Vermieter gezahlt werden.

 

Kommt eine derartige Vermietung für Sie in Frage, wenden Sie sich gerne an die Sozialarbeiterin Frau Hoffmann oder die Flüchtlingsinitiative WELCOME.


Ansprechpartner

Bei Fragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung

 

Frau Tanja Kupferschläger, Tel. 02422/507-110, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik

 

Herr Guido Steg, Tel. 02422/507-108, geschützte E-Mail-Adresse als Grafik